Pressemeldung | Wien, 4. Februar 2026
- Erfolgreiche Lieferungen: Seit September 2024 wird grüner Wasserstoff pipelinegebunden von Österreich nach Deutschland geliefert.
- Mengen zuletzt deutlich gesteigert: Ende Jänner 2026 wurden rund 630 MWh geliefert.
- Regulatorische Hürde: Der grenzüberschreitende Transfer der Herkunftsnachweise ist mangels Register in Deutschland nicht möglich.
- Harmonisierung dringend notwendig: Die rasche Implementierung eines Herkunftsnachweisregisters in Deutschland sowie die Beschleunigung der Harmonisierung zwischen Österreich und den angrenzenden Ländern ist wesentlich.
Das Wasserstoffprojekt „H2 cross border“ bildet die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung und den Transport bis zum Endverbraucher erfolgreich ab. Es zeigt, dass der grenzüberschreitende pipelinegebundene Transport von grünem Wasserstoff von Österreich nach Deutschland unter den bestehenden technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen möglich ist.
Gleichzeitig wird deutlich, dass der Markthochlauf weiterhin durch fehlende regulatorische Voraussetzungen gebremst wird, insbesondere durch das bislang nicht verfügbare Herkunftsnachweisregister in Deutschland.
„Wir haben gezeigt, dass grenzüberschreitende Wasserstofflieferungen technisch und operativ funktionieren. Dass es in Deutschland weiterhin kein funktionsfähiges Herkunftsnachweisregister gibt und vom Umweltbundesamt keine klare Zeitschiene kommuniziert wird, bremst den Markthochlauf erheblich und sendet ein problematisches Signal an Investoren und Projektentwickler“, betont Dr. Matthias Jenn, Geschäftsführer der bayernets GmbH. „Ohne ein handelbares und interoperables Register bleibt grüner Wasserstoff im grenzüberschreitenden Kontext ein regulatorisches Provisorium.“