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Seismik 2012

| Bericht

Von Mai bis Dezember 2012 finden im Auftrag der RAG in den Bezirken Steyr-Stadt, Steyr-Land und Amstetten seismische Untersuchungen zur Aufsuchung von natürlichen Erdöl- und Erdgaslagerstätten bzw. die mögliche Nutzung von Geothermie statt.

Die RAG verfügt in ihren Konzessionsgebieten in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg über geologisch hervorragende Sandsteinlagerstätten, sogenannte ‚konventionelle‘ Gaslagerstätten. Aus diesem Sandstein kann das Gas mit unseren üblichen, jahrzehntelang erprobten und sichersten Verfahren erbohrt und gefördert werden. Im Falle der Fündigkeit einer Bohrung werden die Vorkommen mit herkömmlichen Fördermethoden – also ohne „Fracking“ – erschlossen.

Unter „herkömmlicher Bohrung“ versteht man eine Bohrung nach „konventionellen Vorkommen“ von Erdöl oder Erdgas in gut durchlässigen Gesteinen, wie sie in der Oberösterreichischen / Salzburgerischen / Bayerischen Molassezone (Alpenvorland) seit vielen Jahrzehnten von der RAG durchgeführt werden.

Das Erdöl oder Erdgas hat sich vor rund 20 Millionen Jahren in den porösen Sandsteinen im Untergrund der Molassezone im Alpenvorland in Tiefen bis 3.000 Metern angesammelt. Aus diesem gut durchlässigen Sandstein kann es durch herkömmliche Bohrungen gewonnen werden. Nach Durchführung der Bohrung strömt das Erdgas aufgrund des natürlichen Druckes ohne weiteren technischen Aufwand aus den winzigen Poren des Sandsteins Richtung Bohrloch. Weitere Infos zum Thema "Fördern"

Seismische Untersuchungen, sowie etwaige weiterführende Bergbautätigkeiten bis hin zu einer möglichen späteren Produktion, werden unter strikter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. Die durch unsere Aktivitäten betroffenen Gemeinden und Grundeigentümer wurden und werden selbstverständlich im Vorfeld über unsere Vorhaben informiert und eingebunden. Jeder Teil einer bergbaulichen Tätigkeit (Bohrung, Produktion) durchläuft gesonderte Verfahren, in denen insbesondere Fragen des Naturschutzes, des Lärmschutzes, des Landschaftsbildes und Wasserschutzes geprüft werden. Alle behördlichen Auflagen, die im Zuge eines Genehmigungsverfahrens angeordnet werden, sind für uns selbstverständlich bindend.

Die heimische Erdöl- und Gasförderung im oberösterreichischen Alpenvorland leistet einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung Österreichs, ermöglicht eine Verringerung der Abhängigkeit von Importen, schafft Wertschöpfung im eigenen Land und ist ein wichtiger regionaler Arbeitgeber. Mit Hilfe der 3D Seismik hat die RAG in den letzten Jahren immer wieder neue Erdöl- und Gaslagerstätten entdeckt, u.a. die große Gaslagerstätte Haidach im Grenzbereich von Oberösterreich zu Salzburg, die nach der Förderung von Erdgas nun seit einigen Jahren als zweitgrößter Erdgasspeicher Mitteleuropas genutzt wird und die heimische Versorgungssicherheit für die Haushalte und Industrie entscheidend stärkt.

Die Nutzung unserer heimischen konventionellen Erdöl- und Gasvorkommen hat weitere Vorteile - hier wissen wir genau, wo es herkommt; es wird von uns unter den strengsten Umwelt- und Sicherheitsauflagen gefördert, ganz umweltfreundlich unterirdisch in Pipelines transportiert und wir können es auch direkt hier in unserer Heimat nutzen. Damit halten wir die Wege kurz und schonen auch so die Umwelt. Allein in den letzten Jahren hat die RAG für Salzburg und Oberösterreich mit der Erweiterung des Erdgasspeichers Haidach und anderer Projekte über 100 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Für die nächsten Jahre sind weitere Investitionen geplant.

Der Energieträger Gas ist für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ein wichtiger Partner. Gas ist ein unerlässlicher Ausgleich für die Schwankungen von Windkraft und Sonnenenergie.

Neben der klassischen Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen beschäftigt sich die RAG auch mit der Nutzung bzw. Nachnutzung von Bohrungen für Geothermie. So wurde Anfang Mai 2012 in Neukirchen a. d. Vöckla eine Tiefe Erdwärmesonde in Betrieb genommen, die gemeinsam mit der bereits seit Jahren vorhandenen lokalen Biomasseanlage die Wärmeversorgung von derzeit 100 Haushalten sicherstellt.

Pressemeldung "Tiefe Erdwärmesonde" (pdf, 254 KB)

Die RAG ist seit Jahrzehnten als „guter Nachbar“ in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich tätig. Wir sind darauf bedacht, die Projekte im Einvernehmen und verantwortungsvoll mit Grundstückseigentümern, Anrainern, Gemeinden und zuständigen Behörden umzusetzen.

Infotext für Anrainer (pdf, 586 KB)

 

Information zur aktuellen 3D Seismik

Nach neuen Erdöl- und Erdgaslagerstätten und Möglichkeiten zur Nutzung von Geothermie sucht die österreichische RAG (Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft) seit Mai diesen Jahres im Grenzbereich von Oberösterreich und Niederösterreich.

Mit modernsten technischen Methoden, der sogenannten 3D Seismik, wird dabei das Messgebiet auf einer Gesamtfläche von ca. 380 km2 in 24 Gemeinden der Bezirke Steyr, Steyr Land, Kirchdorf an der Krems und Amstetten gewissermaßen „abgehorcht“.

Durch diese seismischen Spezialmessungen erhält man ein dreidimensionales Bild des Untergrunds und seiner geologischen Strukturen bis zu einer Tiefe von sechs Kilometern. Spezialfahrzeuge, sogenannte Vibratoren, senden dafür Signale in den Erdboden. Diese Signale werden an den verschiedenen geologischen Schichten im Untergrund reflektiert und dann von den an der Erdoberfläche ausgelegten ca. 15 cm großen „Empfängern“ (Geophonen) registriert. Hochleistungsrechner ermitteln aus den gewonnenen Daten ein Bild - ähnlich wie beim Ultraschall. Aus diesen Daten ziehen Geologen und Geophysiker Rückschlüsse auf Öl- oder Gasvorkommen. Die Analyse der gemessenen Daten durch die Spezialisten der RAG wird rund zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Vor dem Start der Messungen gibt es zahlreiche vorbereitende Arbeiten, wie der Information der lokalen Behörden und betroffenen Grundeigentümer, sowie Vermessungsarbeiten im Gelände. Dann werden im Gelände jeweils für einige Tage Geophone und Messkabel ausgelegt, ehe die eigentliche Messung mit den im Dreierpack arbeitenden „Vibratoren“, die selbstverständlich lärmgedämmt sind, beginnt.

Mit der Durchführung der 3D Seismik beauftragte die RAG den deutschen Spezialisten DMT, ein langjähriger Partner mit großer Erfahrung für derartige Messungen in Österreich. Etwa 100 teilweise auch lokale Arbeitskräfte sind dabei täglich etwa 8 Monate im Einsatz. Die Messungen begannen im Raum Sierning und arbeiten sich bis Ende des Jahres in Nord-Süd verlaufenden Messstreifen über die Enns nach Osten vor.

 

Kontakt

Mag. Elisabeth Kolm
Pressesprecherin
T +43 (0)50 724-5448

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