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Sondenkopf

Umweltfreundliches Erdgas aus regionaler Produktion

Das klimafreundliche Erdgas hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der weltweit wichtigsten Energieträger entwickelt. Die Experten sind sich einig: Erdgas wird seine Bedeutung weiterhin behalten. Seit über 50 Jahren fördert die RAG Erdgas aus Lagerstätten in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich und betreibt heute ca. 200 Gassonden. Bislang wurden rund 26 Milliarden Kubikmeter Erdgas produziert.

Die Versorgung mit umweltfreundlichem, aus der Region gefördertem Erdgas ist volkswirtschaftlich wichtig und hat viele Vorteile: Hier wissen wir genau, wo es herkommt; es wird unter den strengsten Umwelt- und Sicherheitsauflagen gefördert, umweltfreundlich unterirdisch transportiert, kann direkt und dezentral genutzt werden und reduziert die Importabhängigkeit. Den Bedarf für Haushalte, Industrie und zur Stromerzeugung deckt Österreich derzeit zu einem Sechstel  mit heimischem Erdgas. Nach wie vor gelingen unter Anwendung neuester Technologien wirtschaftliche Funde. Der bislang größte Gasfund der RAG Geschichte war die 17,5 Quadratkilometer große Erdgaslagerstätte Haidach bei Straßwalchen 1997, die heute mit 2,6 Milliarden Kubikmetern als größter österreichischer Erdgasspeicher genutzt wird. Weitere bedeutende Funde kamen 2000 mit Nussdorf West 1 und 2004 mit Zagling 1 hinzu. 


Schema Fördertechnik

Modernste Fördertechniken

Wird ein neues Erdgasfeld durch 3D-Seismik gefunden und erschlossen, wird zunächst in die verrohrte und zementierte Fördersonde ein Förderrohr eingezogen, das bis zum tiefsten Punkt der neu erschlossenen  Lagerstätte reicht. Damit das Erdgas in die Sonde strömen kann, öffnet man die Verrohrung und Zementation mittels Perforation zur Lagerstätte hin. An der Erdoberfläche wird ein sogenanntes E-Kreuz installiert, welches die Sonde verschließt. Ein untertägiges Sicherheitsventil im Förderrohr stellt den kontrollierten Austritt von Erdgas sicher. Das Erdgas erreicht mit dem natürlichen Lagerstättendruck von bis zu mehreren 100 Bar die Erdoberfläche, wo es vom Sondenkopf über eine Hochdruckleitung in die Gasaufbereitungsanlage gelangt. Je nach Lagerstättentyp und Druckabsenkung können bis zu 99 Prozent des vorhandenen Erdgases produziert werden, wobei bei sinkendem Lagerstättendruck die Förderraten zurückgehen. Aus diesem Grund werden im späteren Förderverlauf zusätzliche Bohrungen, sogenannte Produktionsbohrungen, verwendet, um die Gesamtförderrate auf einem bestimmten Niveau halten zu können. 


Schema Obertage-Untertage

Sauberes Erdgas für die Verbraucher

Bevor das Erdgas bereitgestellt und in das Versorgungsnetz eingespeist werden kann, wird es entsprechend aufbereitet. Zunächst werden in Trocknungsanlagen das mitgeförderte Lagerstättenwasser, flüssige Kohlenwasserstoffe und Feststoffe abgeschieden. Der verbliebene Wasserdampf wird dem Gas unter Verwendung von Glykol oder Adsorptionsmitteln entzogen. Anschließend kann das Erdgas in verbrauchsfähiger Qualität in das Leitungsnetz eingespeist werden.

„Erdgas ist der mit Abstand umweltfreundlichste klassische Energieträger, es ist in sehr großen Mengen sicher speicherbar und ideal in bereits vorhandener Pipeline-Infrastruktur unterirdisch transportierbar. Erdgas ist ein wesentlicher Faktor, um Versorgungssicherheit zu jeder Zeit zu gewährleisten, das ist insbesondere im Bereich der Industrie und v. a. in der Wärme- und Stromversorgung von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung.“
Kurt Sonnleitner, Vorstandsdirektor der RAG


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