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Bohrlochmessung & Tests

Bohrkerne

Bohrkern

Bohrkerne sind Gesteinsproben, die während des Bohrens entnommen werden, um genauere Informationen über die Beschaffenheit der Lagerstätte zu erhalten.

Diese Kerne werden mit einem speziellen Meißel, der Kernkrone, erbohrt. Dabei bleibt in der Mitte der Kernkrone ein zylindrischer Teil des Gesteines stehen. Bis zu 18 m lange Bohrkerne können auf diese Weise gewonnen werden.

Diese Kerne geben u.a. Aufschluss über die Mineralogie, die chemische Zusammensetzung und die physikalischen Eigenschaften des Gesteins, seine Durchlässigkeit, den Porenraum und Poreninhalt.

Mit den Daten der Bohrlochmessung und den Tests bilden diese Informationen die Grundlage für computergestützte Modelle der Lagerstätte (siehe Lagerstättentechnik).


Schema Bohrloch-Log

Bohrlochmessung

Dabei werden über den gesamten Bohrlochverlauf kontinuierlich Werte, wie etwa das Eigenpotential, der Formationswiderstand, die natürliche Radioaktivität des Gesteins oder die akustischen Laufzeiten gemessen.

Diese Daten ermöglichen Rückschlüsse auf die Art des Gesteines und seinen Poreninhalt, d.h. ob Öl oder Gas in dem Gestein vorkommt.

Die Messungen können dabei während des Bohrens - als LWD (logging while drilling) - am Bohrgestänge oder nach dem Erreichen der gewünschten Teufe an einem Kabel durchgeführt werden.


Abfackeln des Erdgases bei einem OHT

Open Hole Test (OHT)

Um die Wirtschaftlichkeit eines Bohrprojektes zu überprüfen und Hinweise über die Größe des Gas- oder Ölvorkommens zu erhalten, werden Fördertests im unverrohrten Bohrloch durchgeführt. Dabei wird aus der betreffenden Gesteinsformation eine bestimmte Menge Öl oder Gas entnommen.

Der zeitlichen Verlauf von Druck und Rate lässt dann erste Rückschlüsse auf die Größe der Lagerstätte zu.