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Porträt

Energiezukunft - Sichere, nachhaltige, wettbewerbsfähige und leistbare Energie für alle ist eine der größten Herausforderungen und das unverzichtbare Fundament für Wachstum, Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung in Europa.

Die globale Energieversorgung ist im Umbruch begriffen. Die Weichen werden in Richtung eines nachhaltigen Energiesystems gestellt, das unser Klima schützen soll. Die europäischen und globalen Herausforderungen sind immens, muss doch neben der Dekarbonisierung und Ökologisierung auch die Versorgungssicherheit gewährleistet werden sowie die Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit gegeben sein. Erreicht werden kann dies nur durch massive gemeinsame Anstrengungen. Die EU mit ihrem Konzept der „Energieunion“ und die Pariser UN-Klimakonferenz 2015 mit dem Weltklimavertrag schaffen dafür die Basis.

Gas ist Garant für Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit, Leistbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Der Erfolg der Energiewende hängt von diesen vier Faktoren ab.

Ressourcenschonung, Effizienzsteigerung, Speicherbarkeit von Energie, Reduzierung der Importabhängigkeit und Ausbau eigener Energiequellen sind die Kernthemen der europäischen Energiewirtschaft, denen wir uns intensiv widmen müssen.

Ehrgeizige Ziele

Österreich und Europa haben sich ehrgeizige Energie- und Klimaziele gesetzt. Die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie „#mission 2030“ sehen neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 36 % bis 2030 und eine dekarbonisierte Energieversorgung bis 2050 vor. Mit der richtigen Strategie können wir diese Ziele erreichen.
Die Energiewende stellt einen Paradigmenwechsel zu mehr Nachhaltigkeit durch Energieeffizienz, der stärkeren Einbindung erneuerbarer Energien und der Reduzierung von Treibhausgasemissionen dar. Die angestrebte Senkung des Energieverbrauchs bei gleichzeitiger Dekarbonisierung des Energiemixes verlangt nicht nur Ressourcenschonung, sondern vor allem auch eine Effizienzsteigerung und das sinnvolle Zusammenspiel von erneuerbaren und klassischen Energieträgern. Die Gaswirtschaft kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Gas bietet leistbaren Klimaschutz in allen Bereichen, es ist der Garant für Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Gas bietet gemeinsam mit dem Ausbau erneuerbarer Energien ein großes Potenzial zur CO2-Reduktion, das sofort und kosteneffizient zur Verfügung steht. Mit seinen flexiblen Einsatzmöglichkeiten steht Gas und zunehmend erneuerbares Green Gas für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung bei Nutzung vorhandener Systeme (Gasnetz, Gasspeicher, Gasheizungen, Gaskraftwerke) und gewährleistet bezahlbaren, sozialverträglichen und raschen Klimaschutz.

Versorgungssicherheit

Nur wenn auch die Versorgungssicherheit gewährleistet ist, wird die Energiewende gelingen. Durch die gut ausgebaute Gasinfrastruktur inklusive der Gasspeicher steht immer genug Energie zur Verfügung. Die großen Kapazitäten der österreichischen Speicher geben Sicherheit: Mit einer Gesamtkapazität von 8,2 Milliarden Kubikmeter Arbeitsgasvolumen lassen sich darin über 100 % des heimischen Jahresbedarfs an Gas einlagern. Kaum ein anderes EU-Land verfügt, gemessen am Verbrauch, über so hohe natürliche Speicherkapazitäten.

 

Perspektive 2050

Österreichische Haushalte mit Gasheizungen können zu 100 % mit erneuerbarem Gas versorgt werden. Bei vollständiger Realisierung der Potenziale an Biogas aus Reststoffen und an synthetischem Gas aus Stromüberschüssen in Österreich (Power-to-Gas) könnte im Jahr 2050 der Gesamt-Wärmebedarf (Gasheizung und Fernwärme) aller österreichischen Haushalte abgedeckt werden – und das komplett CO2-neutral.

 

Innovationen

Vor dem Hintergrund des nach wie vor weltweit steigenden Energieverbrauchs sind intensive Forschung und technologische Innovationen unerlässlich, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die weitgehende Dekarbonisierung eine beträchtliche Herausforderung, aber aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung machbar sein kann und auch wirtschaftlich eine Chance darstellt. Denn in diesem Strukturwandel des Energiesektors steckt auch eine enorme Chance für innovative Technologien, Dienstleistungen und Ideen.

Die RAG arbeitet bereits seit Jahren an zukunftsträchtigen Lösungen, die der veränderten energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Situation Rechnung tragen. Gesetzt wird dabei auf drei Säulen:

  • Steigerung der Erdgasspeicherkapazitäten – ein wesentlicher Baustein zur Stärkung der Versorgungssicherheit Österreichs und Europas und des Ausbaus der erneuerbaren Energieträger,
     
  • die Forcierung einer dezentralen, regenerativen und energieeffizienten Energieerzeugung, die alle Synergiemöglichkeiten nutzt und von der Wärmeerzeugung und Geothermie-Projekten bis zur Gasmobilität reicht,
     
  • sowie auf Green Gas, die Entwicklung nachhaltiger, zukunftsträchtiger Technologien wie „Power-to-Gas“, das die synthetische Erzeugung von Gas aus Wind und Sonne und damit nachhaltiges Gas möglich macht.


Damit unterstützt die RAG nicht nur die Ziele der „Energieunion“ und der Pariser Klimakonferenz, sondern leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen, sicheren und leistbaren Energieversorgung.

„Green Gas hat nicht nur enormes Potenzial, es ist obendrein nachhaltig, leistbar und speicherbar. Mit anderen Worten: Es ist Wegbereiter der Energiewende.“

Gasspeicher

Die Erneuerbaren produzieren bei gutem Wind und viel Sonne oft mehr Strom als benötigt. Power-to-Gas ermöglicht die Verwertung und Speicherung von Überschüssen der Erneuerbaren in Form von Green Gas in den heimischen Gasspeichern, der größten „Batterie“ Österreich. Alle anderen Speicherkonzepte (Wasser-Pumpspeicher oder Batterien) bieten im Vergleich zu Gasspeichern nur einen Bruchteil an Speicherkapazität.

Green Gas

Green Gas, also erneuerbares Gas, wird als Biogas aus Abfällen und pflanzlichen Reststoffen und als synthetisches Gas aus Stromüberschüssen (Power-to-Gas) gewonnen. Nicht benötigter Strom aus erneuerbaren Energien wird so in Gas – Wasserstoff oder Methan – umgewandelt. Dadurch geht überschüssige Sonnen- und Windenergie nicht verloren, sondern kann vom Sommer in den Winter gebracht, gespeichert und jederzeit verfügbar gemacht und bei Bedarf genutzt werden. Die Infrastruktur dafür ist bereits vorhanden: Das Gas kann ins über 43.000 Kilometer lange österreichische Gasnetz eingespeist und in Gasspeichern gespeichert werden. Die natürlichen unterirdischen Gasspeicher, die mehr Gas aufnehmen können, als in Österreich in einem Jahr verbraucht wird, werden aufgewertet und können weiterhin optimal genützt werden. Die bestehende Infrastruktur fungiert also als „Batterie“ der Energiewende und notwendiges Backup für die volatilen erneuerbaren Energien.
Sowohl Biogas als auch synthetisches Gas sind komplett CO2-neutral und damit klimaschonend.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Nutzung der vorhandenen Gasinfrastruktur und der Power-to-Gas-Technologie die Systemkosten der Energiewende deutlich reduzieren hilft. Einerseits kann so auf den Ausbau von Hochspannungsleitungen verzichtet werden, andererseits sparen Verbraucher bei den Endgeräten, da bestehende effiziente Gasheizungssysteme weiterhin benützt werden könnten.
Ein wesentlicher Vorteil von Green Gas: Es besticht durch seine Flexibilität und Zuverlässigkeit. Es ist immer verfügbar, auch bei Flaute oder bedecktem Himmel, und stellt rund um die Uhr und das ganze Jahr hindurch klimaneutrale Energie für Strom, Wärme und Mobilität zur Verfügung – und zwar bedarfsgerecht. Es besitzt somit die gleichen hervorragenden Eigenschaften wie das seit Jahrzehnten bewährte konventionelle Gas und ist obendrein erneuerbar.

Ein weiterer positiver Aspekt von Gas sind die hohen Wirkungsgrade: In Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, wo bei der thermischen Nutzung von Gas neben Strom auch Wärme gewonnen wird, liegen die Wirkungsgrade bei knapp 90 %. Wird Gas in Brennwertgeräten genutzt, werden sogar Wirkungsgrade von 96 % erreicht.

Das Energiewende-Duo Erdgas und Green Gas stellt derzeit die einzige realistische Möglichkeit zur Erreichung der Klimaziele unter Wahrung der Versorgungssicherheit dar.

#mission 2030

Die Klima- und Energiestrategie Österreichs ist ein Bekenntnis zu den Zielen des Pariser Abkommens und den EU-Zielen bis 2030.Das Energiesystem soll bis 2050 zu einer modernen, ressourcenschonenden und dekarbonisierten Energieversorgung weiterentwickelt werden.

 

  • Senkung der Treibhausgase
    Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 36 % gegenüber 2005 reduziert werden. Der Fokus liegt auf den Bereichen Verkehr und Gebäude.
     
  • Erneuerbare Energie
    Der Anteil erneuerbarer Energie am Energieverbrauch soll bis 2030 auf 45–50 % angehoben werden. Derzeit liegt der Anteil bei 33,5 %, 2030 soll der Gesamtstromverbrauch zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen im Inland gedeckt werden.
     
  • Energieeffizienz steigern
    Da auch in Zukunft Wachstum, insbesondere im industriellen Bereich, ermöglicht werden soll, wird für Österreich das Ziel gesetzt, die Primärenergieintensität bis 2030 um 25–30 % gegenüber 2015 zu verbessern.
     
  • Versorgungssicherheit hat höchste Priorität
    Der Fokus liegt auf bestehenden hocheffizienten KWK-Anlagen sowie dem notwendigen Ausbau und der Modernisierung der Netz- und Speicherinfrastruktur.

    Leuchtturmprojekt: Die Förderung von Green Gas wird als ein wesentliches Leuchtturmprojekt forciert. Dazu gehören die begünstigte Einspeisung ins Netz und die steuerliche Begünstigung.


Quelle: BMNT, BMVIT – Mai 2018

 

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