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Porträt

Die Herausforderung – nachhaltige, sichere und leistbare Energie für die Zukunft

Sichere, nachhaltige, wettbewerbsfähige und leistbare Energie für alle ist eine  große Herausforderung und das unverzichtbare Fundament für Wachstum, Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung in Europa.

Die Sicherung der Energieversorgung für die Zukunft bei gleichzeitiger Senkung der Treibhausgasemissionen und Verbesserung der Energieeffizienz ist eine der größten europäischen und globalen Herausforderungen. Erreicht werden kann dies nur durch massive gemeinsame Anstrengungen. Die EU mit ihrem Konzept der „Energieunion“ und die Pariser UN-Klimakonferenz 2015 mit dem Weltklimavertrag geben die Richtung vor. Gesetzt wird dabei auf die Steigerung der  Versorgungssicherheit und -solidarität im EU-Energiebinnenmarkt – dazu braucht es nicht nur die Reduzierung der Importabhängigkeit, sondern auch die  Möglichkeit, Energie in großem Umfang zu speichern. Die angestrebte Senkung des Energieverbrauchs
bei gleichzeitiger Dekarbonisierung des Energiemixes  verlangt nicht nur Ressourcenschonung, sondern vor allem auch eine Effizienzsteigerung
und das sinnvolle Zusammenspiel von erneuerbaren und klassischen Energieträgern. Ohne intensive Forschung und Entwicklung aber werden diese Ziele angesichts des nach wie vor steigenden Energieverbrauchs weltweit nicht zu erreichen sein.

Die RAG arbeitet bereits seit Jahren an innovativen  Lösungen, die der veränderten energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Situation Rechnung tragen. Gesetzt wird dabei auf drei Säulen: 

  • die Unterstützung des Ausbaus der erneuerbaren Energieträger durch die Steigerung der Erdgasspeicherkapazitäten – gleichzeitig ein wesentlicher Baustein zur Stärkung der Versorgungssicherheit Österreichs und Europas
  • die Forcierung einer dezentralen, regenerativen  und energieeffizienten Energieerzeugung, die alle Synergiemöglichkeiten nutzt und von der Wärmeerzeugung und Geothermie-Projekten bis zur Gasmobilität reicht, sowie die Entwicklung nachhaltiger, zukunftsträchtiger Technologien wie „Power to Gas“, das die künstliche Erzeugung von Gas aus Wind und Sonne möglich macht
  • die energieeffiziente Förderung heimische Rohstoffe wie Rohöl und Gas mit höchsten technologischen Standards zur Versorgung der regionalen Industrie und Bevölkerung; Importe werden dadurch reduziert, und kurze Transportwege schonen die Umwelt 

Damit unterstützt die RAG nicht nur die Ziele der „Energieunion“ und der Pariser Klimakonferenz, sondern leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen, sicheren und leistbaren Energieversorgung.

Steigender Energieverbrauch – veränderter  Energiemix

Globaler Bevölkerungszuwachs, industrielle Entwicklung bislang weniger entwickelter Regionen und strukturelle Änderungen der Wirtschaft sind die Ursachen für den beständig steigenden Energieverbrauch. Dieser hat sich seit 1970 weltweit verdoppelt. Bis 2040 wird der weltweite Energieverbrauch etwa um ein Drittel zunehmen. Der gleichzeitig prognostizierte Anstieg der Weltwirtschaftsleistung um 150 Prozent macht klar, wie sehr Energieeffizienzmaßnahmen aber bereits greifen und noch greifen werden müssen. Besonders deutlich zeigt sich dies in Europa mit einer Reduktion des  Energieeinsatzes um 15 Prozent, Japan (minus zwölf Prozent) und den USA (minus drei Prozent), wo in den nächsten Jahren mit einer stagnierenden bzw. sinkenden Energienachfrage zu rechnen ist. Bis 2040 wird die globale Energieversorgung aus etwa vier gleich großen Teilen bestehen: Öl, Gas, Kohle und kohlenstoffarme Quellen. Beherrschte Kohle bis Mitte des 20. Jahrhunderts den Energiemarkt in Europa, wurde sie in den 1960er-Jahren durch das Erdöl abgelöst, dessen Anteil bis zur zweiten Ölpreiskrise im Jahr 1979 auf beinahe die Hälfte des weltweiten Energieverbrauchs angestiegen war. Erdöl und Erdgas stellen aktuell etwa 56 Prozent der weltweiten Energieversorgung und ebenso rund 56 Prozent des Energiebedarfs Österreichs sicher.

Quellen: BP Statistical Review of World Energy 2016; Statistik Austria

Umweltfreundliches Erdgas

Erdgas ist der mit Abstand umweltfreundlichste traditionelle Energieträger und damit der wichtigste Partner für die schrittweise Dekarbonisierung des Energiesystems. Eine Verbrauchssteigerung von fast 50 Prozent weltweit macht Erdgas zum am schnellsten wachsenden fossilen Brennstoff, ein Fünftel des prognostizierten Anstiegs des globalen Energiebedarfs besteht aus Erdgas. Erdgas eignet sich aufgrund seiner Speicherbarkeit ideal zur Unterstützung der Integration erneuerbarer Energien und als Ersatz für kohlenstoffreichere Kraftstoffe. Die derzeit wettbewerbsfähigen Preise, die hohe Energieeffizienz und die gut ausgebaute Infrastruktur wie Pipelines und LNG erhöhen die Attraktivität.

Erdgas gewährleistet Versorgungssicherheit zu jeder Zeit, das ist insbesondere im Bereich der Industrie und im Gewerbe von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung. 

Der Anteil von Erdgas wächst unter den klassischen Energieträgern am schnellsten, da es in der Stromerzeugung wie auch in anderen Einsatzbereichen zunehmend als umweltfreundliche Alternative angesehen wird. Für alle erneuerbaren Energien ist Erdgas eine ideale und unverzichtbare Ergänzung, um die Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage stetig ausgleichen zu können. Mit der Zukunftstechnologie „Power to Gas“ kann es gelingen, Sonnen- und Windenergie wirtschaftlich rentabel zu transportieren, zu speichern und somit jederzeit verfügbar zu haben. Doch nicht nur aus dem Bereich der Stromerzeugung, sondern auch aus dem Bereich der Wärmeerzeugung – Stichwort Blockheizkraftwerke – und künftig auch in der Mobilität – Stichwort LNG – ist Erdgas nicht mehr wegzudenken. Erdgas erreicht als Energieträger eine Universalität, wie sie bislang allein Erdöl besitzt, und darf daher zu Recht als Zukunftsenergie bezeichnet werden. Die weltweit größten Gasproduzenten sind USA, Russland, Iran, Katar und Kanada.

Quelle: BP Statistical Review of World Energy 2016

Herausforderung Erdöl

Die Energieeffizienzmaßnahmen machen sich auch in der Nachfrage nach Erdöl bemerkbar. In vielen Bereichen ist Erdöl aber ein unverzichtbarer, wertvoller Rohstoff. Insbesondere als Ausgangsstoff für die chemische Industrie, für die Öl nach wie vor herausragende Bedeutung hat. Für über 90 Prozent der chemischen Erzeugnisse wie Kunststoffe, Waschmittel, Kosmetika oder Dünger ist Erdöl ein unersetzbarer Grundstoff. 

Die aktuelle Schwäche des Ölmarktes stellt die gesamte Branche vor große Herausforderungen. Sie ist langfristig zu sehen und wird noch mehrere Jahre anhalten. Seit August 2014 halbierte sich der Ölpreis auf derzeit rund 50 Dollar. Effizienz in der Ölproduktion ist daher das oberste Gebot, um so auch bei einem niedrigen Ölpreis eine entsprechende Wirtschaftlichkeit sicherstellen zu können. In Sachen effizienter und ressourcenschonender Fördermethoden ist die RAG seit vielen Jahren internationaler Vorreiter. So wird in den niederösterreichischen Lagerstätten rund um Zistersdorf aus ein und demselben Feld seit über 75 Jahren Öl gefördert. 

Wertvolle Energie vor unserer Haustür

Für den heimischen Energieverbrauch leisten die österreichischen Erdöl- und Erdgasvorkommen einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Etwa zehn Prozent des in Österreich benötigten Erdöls und 14 Prozent des Erdgases kommen aus heimischem Boden, was auch die Volkswirtschaft des Landes stärkt. Der Ausbau der Erdgasspeicherung in Oberösterreich und Salzburg mit Milliardeninvestitionen in den letzten zehn Jahren hat nicht nur die RAG zum viertgrößten technischen Speicherbetreiber in Europa gemacht, sondern ist ein wesentlicher Baustein zur Stärkung der Versorgungssicherheit Österreichs und Europas. Mittlerweile ist rund die Hälfte aller in der 80-jährigen Unternehmensgeschichte gefundenen Erdgaslagerstätten der RAG in Speicher umgewandelt und so einer dauerhaften, nachhaltigen energetischen Nutzung zugeführt. Damit stellt sich die RAG einer der größten Herausforderungen für die Zukunft, nämlich der Speicherbarkeit von Energie, die es zu optimieren gilt. Bereits jetzt verfügt Österreich, gemessen am Verbrauch, über die größten Erdgasspeichermöglichkeiten Europas.  

Quelle: Statistik Austria 

„Ressourcenschonung, Effizienzsteigerung, Speicherbarkeit von Energie, Reduzierung der Importabhängigkeit und Ausbau eigener Energiequellen sind die Kernthemen der europäischen Energiewirtschaft, denen wir uns intensiv widmen müssen.“
Markus Mitteregger, Generaldirektor der RAG

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