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Nachhaltige Energieprojekte

Eine wesentliche Säule für eine sichere Energiezukunft ist die dezentrale, regenerative und energieeffiziente Energieerzeugung, die alle möglichen Synergien nutzt.

Daran  wird europaweit mit Hochdruck gearbeitet, die RAG ist hier mit vielen Projekten in Österreich Vorreiter. Dabei geht es nicht nur um die umweltschonende und effiziente Erzeugung der für die Produktion und Speicherung von Erdöl und Erdgas benötigten Energie, sondern auch um daran gekoppelte dezentrale, regionale Energieversorgung oder die Nutzung von Erdwärme (Geothermie).
   

Gasmobilität

Die RAG betreibt seit 2014 an ihrem Standort in Gampern in OÖ (Nähe Vöcklabruck) und seit Juni 2016 in Kremsmünster/Krift zwei öffentliche Selbstbedienungs-Erdgastankstellen (täglich von 0 bis 24 Uhr geöffnet). Dieses Konzept soll in den nächsten Jahren im Fördergebiet der RAG kontinuierlich ausgebaut werden, um den Endkunden den Zugang zum umweltfreundlichen und günstigen Kraftstoff Erdgas zu erleichtern. Als Erdgasproduzent und Erdgasspeicherbetreiber kann das Unternehmen damit eine krisensichere und preisstabile Kraftstoffversorgung auf lange Zeit gewährleisten. Darüber hinaus leitet die RAG ein Projekt zur Erforschung der unterirdischen Speicherung von Wind- und Sonnenenergie (www.underground-sun-storage.at), womit erneuerbares Gas für Mobilitätszwecke zur Verfügung gestellt werden kann. Mit dem Folgeprojekt „Underground Sun Conversion“ soll es erstmals möglich werden, direkt in einer Erdgaslagerstätte Erdgas durch einen von der RAG gezielt initiierten mikrobiologischen Prozess natürlich zu „erzeugen“ und gleich dort zu speichern.

Für Gewerbe- und Industriekunden bietet die RAG mit ihrer langjährigen Erfahrung in Anlagenplanung, Anlagenbau und Betrieb von Erdgasanlagen spezifische Kundenlösungen an, wie beispielsweise Betriebstankstellen für CNG („compressed natural gas“). 2015 wurde die erste Anlage zur Erzeugung von LNG („liquefied natural gas“) in Betrieb genommen. Dabei wird das identische Ausgangsprodukt Methan tiefgekühlt und dadurch in seinen flüssigen, drucklosen Aggregatzustand umgeformt. Das Volumen verringert sich bei gleichbleibendem Energieinhalt auf 1/600 des Normzustandes. Dieses Produkt wird deshalb bereits in einigen Ländern Europas als LKW-Kraftstoff eingesetzt und aufgrund seiner positiven Eigenschaften als „der“ Kraftstoff der Zukunft gesehen. Denn um die in der Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris formulierten Ziele zu erreichen, ist es unumgänglich, im Bereich Verkehr eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen zu erzielen. Möglich wird dies durch einen verstärkten Einsatz von CNG/LNG.

Mobile Erdgasversorgung

Bei vielen Tätigkeiten im Zusammenhang mit Erdgasanlagen oder Erdgasleitungen ist es erforderlich, Erdgas zu Testzwecken oder als Notversorgung zur Verfügung zu stellen. Da dieses Erdgas jedoch nicht immer aus Leitungen entnommen werden kann, hat die RAG über viele Jahrzehnte Erfahrungen mit der Verdichtung von Erdgas (Methan) zu CNG und dem Transport von CNG gesammelt. Diese Erfahrungen bieten wir gemeinsam mit unseren Produkten und Leistungen unseren Kunden an.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.rag-erdgas-mobil.at

Nutzung von Erdwärme für die dezentrale Energieversorgung

Die nachhaltige Nutzung der heimischen Erdöl- und Erdgasressourcen ist das wichtigste Ziel der RAG. Dazu gehört auch die geothermische Nachnutzung von Bohrungen, bei denen weder Erdöl noch Erdgas gefunden werden konnten oder keine wirtschaftliche Produktion mehr zu erwarten ist. Mehrere Anlagen zur geothermischen Wärmenutzung in Österreich und Deutschland sind durch Bohrungen der RAG entstanden, und weitere Projekte sind derzeit in der Entwicklung und Ausarbeitung. Bei den etwa 1.200 in der Unternehmensgeschichte durchgeführten Bohrungen konnten auch wertvolle Erkenntnisse über Thermal-, Heil- und Trinkwasservorkommen gewonnen werden. In den Gemeinden Geinberg, Obernberg und Weibern in Oberösterreich sowie Waltersdorf, Blumau und Loipersdorf in der Steiermark wurden Bohrungen erfolgreich in Geothermie-Projekte bzw. Thermenprojekte umgewandelt.

Die Wärmeversorgung aus Erdwärme punktet mit vielen Vorteilen: Sie spart nicht nur CO2 ein, sondern ist auch effizient und preisstabil. Die umweltfreundliche Erdwärme ist vollkommen unabhängig von Schwankungen, denen etwa Wind- und Sonnenenergie unterliegen, wird direkt vor Ort gewonnen und genutzt, der Transport erfolgt unterirdisch und unsichtbar. Damit werden die Wege kurz gehalten und auch so die  Umwelt geschont.

Effizienter Energieeinsatz – Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Als Energieunternehmen beschäftigt sich die RAG nicht nur mit der Aufsuchung und Förderung von Erdöl und Erdgas und der Erdgasspeicherung, sondern versucht auch die dafür benötigte Energie möglichst  umweltschonend und effizient zu erzeugen, zu verteilen und einzusetzen. Da viele Anlagen Wärme und Strom benötigen, eignen sich Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ideal für diese Aufgabe. Die hohen Gesamtwirkungsgrade werden insbesondere dann erreicht, wenn eine eventuelle Übermenge der jeweiligen Energieform in das öffentliche Netz eingespeist wird. Der Schwerpunkt liegt deshalb in der Entwicklung von Erzeugungsanlagen im kleineren bis mittleren Leistungsbereich, die entsprechend den Anforderungen leistungsgeregelt betrieben werden und unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur und Netze an idealen Standorten situiert sind. Die RAG betreibt Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Kremsmünster und Straßwalchen.

Tiefe Erdwärme für Neukirchen a. d. Vöckla

Mit diesem einzigartigen regionalen Energieprojekt in Oberösterreich leistet die RAG einen beispielgebenden Beitrag zur Integration der klassischen Energiegewinnung in die Welt der erneuerbaren Energie und setzt ihr in vielen Jahrzehnten erworbenes Know-how dafür ein.

Die RAG Bohrung Mühlleiten ML-002 im Gemeindegebiet von Neukirchen a. d. Vöckla wurde 2009 fertiggestellt und war aus Sicht der Erdöl- und Erdgasförderung nicht wirtschaftlich nutzbar. Mit einer Tiefentemperatur von 105 °C ist die 2.850 Meter tiefe Bohrung aber ideal für die Gewinnung von Erdwärme geeignet – eine der umweltfreundlichsten und nachhaltigsten Energieformen überhaupt, da sie dauerhaft und ohne Schwankungen zur Verfügung steht. 2012 wurde die Bohrung Mühlleiten nun zu einer „Tiefen Erdwärmesonde“ (TEWS) ausgebaut. Gleich dem Prinzip der oberflächennahen Erdwärmesonden bei Einfamilienhäusern wird dabei Erdwärme aus dem Untergrund gewonnen. Aufgrund der höheren Gesteinstemperaturen in 2.850 Meter Tiefe ist der Wirkungsgrad der „Tiefen Erdwärmesonde“ aber wesentlich besser. In einem geschlossenen System wird die im Gestein enthaltene Wärme mittels aufbereiteten Wassers an die Oberfläche gefördert. Mit einem Wärmetauscher wird dem erwärmten Wasser die Energie entzogen. Durch die Rückführung des abgekühlten Wassers entsteht so ein Kreislauf erneuerbarer Energie. Die gewonnene Wärme wird über eine etwa 1.000 Meter lange unterirdische Verbindungsleitung am Ortsrand von Neukirchen an die Bioenergie Neukirchen geliefert, die in der Ortschaft Neukirchen a. d. Vöckla ein Biomasseheizwerk samt Nahwärmenetz betreibt.

Die Erdwärme aus der RAG Bohrung liefert nachhaltige Energie für ca. 100 Haushalte. Die Nutzung der „Tiefen Erdwärmesonde“ in Neukirchen ist beispielgebend für weitere Projekte der RAG.

Forschungsprojekt GeoTief Wien untersucht den geologischen Untergrund Wiens

Mit GeoTief Wien startet ein Energie-Forschungsprojekt zur Vermessung der Geologie im östlichen Raum Wiens. Es geht dabei um die wissenschaftliche Erkundung der Potenziale für umweltfreundliche Wärme aus tiefliegenden Heißwasservorkommen. Dazu finden 2D Seismik Messungen im ersten Schritt im Februar/März 2017 statt.

GeoTief Wien - Website zum Forschungsprojekt

Ein Energie-Forschungsprojekt GeoTief Wien von Wien Energie gemeinsam mit Geologischen Bundesanstalt, Geo5, HOL, Montanuniversität Leoben, OMV, RAG, Universität Wien, Universität Salzburg und ZAMG.

 

 

Silenos Energy - Geothermie in Gaching-Alz

RAG stellt seit über 80 Jahren seinen Kunden sichere, effiziente, umweltfreundliche und leistbare Energie aus heimischer Produktion zur Verfügung. Wir nutzen das über Jahrzehnte aufgebaute geologische Know-how einerseits für die zur Energieversorgung wichtigen Gasspeicher, und andererseits auch für geothermische Anwendungen. So gehen Geothermie-Projekte in Fürstenfeld, München-Riem und Simbach-Braunau (Bayern/Oberösterreich) sowie einige steirische Thermen (Loipersdorf, Blumau, Waltersdorf) auf Bohrungen der RAG zurück.

Mit 14. Juni 2017 starten RAG und STRABAG gemeinsame Geothermie-Aktivitäten in Bayern und erwerben je 50% an der "Geoenergie Bayern Projekt Garching a.d. Alz GmbH & Co. KG". Die neue Gesellschaft wird künftig unter dem Namen "Silenos Energy" auftreten und schafft damit eine für den Geothermie-Markt einzigartige Bündelung von Kompetenzen. Weitere Informationen finden Sie unter www.silenos-energy.com.

 

 

Kontakt
Ing. Stefan Heitzendorfer
T +43 (0)50 724
F +43 (0)50 724-5238
E-Mail schreiben

Kontakt Geothermie
Ing. Oliver Friedlaender
T +43 (0)50 724
F +43 (0)50 724-5238
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