18.05.05 | Pressemeldung
Die Erdgaslagerstätte Haidach in der Salzburger Gemeinde Straßwalchen (Flachgau) wird zum größten Erdgasspeicher Österreichs und zur zweitgrößten Speicheranlage Mitteleuropas umgebaut.
Entsprechender Vertrag unterzeichnet
Ein entsprechender Vertrag über die Nachnutzung hat am 13. Mai die österreichische Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) mit der deutschen Wingas und der russischen Gasexport unterschrieben.
250 Millionen Euro Investitionsvolumen
Das Investitionsvolumen wird in etwa 250 Millionen Euro betragen. Neben den rund 150 Arbeitsplätzen, die durch die Errichtung der Anlagen geschaffen werden, werden für den Betrieb langfristig zahlreiche Firmen und Vertragspartner in der Region engagiert.
Speicher fasst 2,4 Milliarden Kubikmeter
In dem Speicher mit einem Fassungsvermögen von 2,4 Mrd. Kubikmeter kann knapp ein Drittel des österreichischen Jahresbedarfs an Gas gespeichert werden, teilte die RAG, an der die EVN und der Shell-Konzern maßgeblich beteiligt sind, am Mittwoch mit.
Der Speicher wird von der RAG als Konzessionsinhaberin errichtet und technisch betrieben. Das Projekt geht nun in die Detailplanungsphase. Die Inbetriebnahme ist für 2007 geplant.
Anbindung an deutsch-österreichischen Gasknotenpunkt Burghausen
Das Projekt Haidach umfasst auch die Anbindung des Speichers an den deutsch-österreichischen Gasknotenpunkt Burghausen. Dafür wird eine Pipeline mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern gebaut. Sowohl die geplante Pipeline als auch die Speicheranlagen würden nach den höchsten Umwelt- und Sicherheitsstandards errichtet und betrieben, versicherte die RAG.
Die Erdgaslagerstätte Haidach war 1997 in 1.600 Meter Tiefe mit einem Volumen von 4,3 Milliarden Kubikmetern gefunden worden. Seit Beginn der Produktion im Jahre 1998 wurden über 2,9 Milliarden Kubikmeter für den österreichischen Markt gefördert.
Auch Gasexport und Wingas beteiligt
Die Gasexport, eine Tochter der russischen Gasprom, ist der weltgrößte Erdgasexporteur. Wingas ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BASF-Tochter Wintershall und von Gasprom.
Wintershall hält 65 Prozent, die Russen 35 Prozent der Anteile. Beide Firmen arbeiten bereits seit 1990 in der Erdgasversorgung zusammen.
