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Sondenplatz mit Pumpenbock

Im Jahr 1937 hatte die RAG mit der Bohrung RAG 2 im Gebiet Zistersdorf ihren ersten Ölfund in Österreich.

Heute betreibt die RAG in ihren Gewinnungsfeldern in Ober- und Niederösterreich 86 Ölsonden mit einer Jahresproduktion von rund 105.000 Tonnen (2008).

Schema Fördertechniken

Schema Obertage-Untertage

Erdöl Fördertechniken

Vor Aufnahme der Erdölförderung wird das Bohrloch (Sonde) durch Einbau eines Steigrohres und Perforation im Bereich der Lagerstätte weiter ausgerüstet.

In der ersten Phase fließt im Idealfall das Erdöl aufgrund des natürlichen Lagerstättendrucks und des Gasgehaltes selbsttätig zu den Produktionssonden und steigt eruptiv an die Erdoberfläche. Mit dem Absinken des Drucks werden zusätzliche Techniken erforderlich.

Beim so genannten Gasliftverfahren wird verdichtetes Gas in den Förderstrang eingepresst. Das aufwärts steigende Gas vermindert das Gewicht der Flüssigkeitssäule, und die Sonde kann weiterhin eruptiv fördern.

Bei geringem Gasgehalt des Erdöls und sinkenden Druckverhältnissen werden nach der Eruptivphase Tiefpumpen in die Sonde eingebaut. An der Erdoberfläche ist nur der Antrieb, der typische Pferdekopf, zu sehen. Bei hohen Förderraten werden elektrische Tauchkreiselpumpen in die Sonde eingebaut.

Unter günstigen Umständen, etwa bei starkem Wassertrieb und guter Lagerstättenausbildung, kann eine primäre Entölung von über 50 % erreicht werden. Bei mangelndem Lagerstättendruck oder hoher Viskosität des Erdöls liegen die primären Entölungsgrade dagegen nur bei 5 bis 15 % des ursprünglichen Lagerstätteninhaltes.

Im Verlauf der Förderung steigt der Wasseranteil kontinuierlich an. Je nach Verhältnissen kann selbst bei einer Verwässerung von über 95 % eine wirtschaftliche Förderung möglich sein.

Die geförderten Phasen Gas - Öl - Wasser werden in Aufbereitungsanlagen (Separatoren, Abscheidern, Produktionstanks) getrennt. Das Erdölgas geht nach der Trocknung direkt in den Verkauf. Das Rohöl wird in Tanks gesammelt und per Bahn oder Pipeline zur Raffinerie transportiert. Das abgeschiedene Wasser wird wieder in die Lagerstätten eingepresst.