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- Festschrift: 75 Jahre Energie aus der Tiefe (pdf, 5.6 MB)
Die Herausforderung - nachhaltige, sichere und leistbare Energie für die Zukunft
Die Versorgung mit nachhaltiger und leistbarer Energie auch für die Zukunft zu sichern, ist eine der größten Herausforderungen, vor denen Europa steht.
Energie ist das unverzichtbare Fundament für Wachstum, Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung.
Erdöl und Erdgas sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Vor dem Hintergrund der großen technischen Entwicklungen des 19. und 20. Jahrhunderts, der Entstehung der Automobil- und der Luftfahrtindustrie und der Innovationen in der chemischen Industrie stieg der Bedarf nach fossilen Energieträgern, nach petrochemischen Produkten rasant.
Der damit verbundene Start ins „fossile Zeitalter“ war aber nicht nur ein wesentlicher Motor für technische Entwicklungen, sondern die fossilen Energieträger waren und sind Grundlage für Wohlstand und Wachstum. Beherrschte Kohle bis Mitte des 20. Jahrhunderts den Energiemarkt in Europa, wurde sie in den 1960er-Jahren durch das Erdöl abgelöst, dessen Anteil bis zur zweiten Ölpreiskrise im Jahr 1979 auf beinahe die Hälfte des weltweiten Energieverbrauchs angestiegen war. Erdöl und Erdgas stellen heute etwa 55 Prozent der weltweiten Energieversorgung und über 60 Prozent des Energiebedarfs Österreichs sicher.
Für die Zukunft gesichert
Beide fossile Energieträger – Erdöl und Erdgas – werden also noch über Jahrzehnte hinweg den globalen Energiemarkt dominieren und ihre Spitzenpositionen halten bzw. ausbauen. Sie sind und bleiben das Rückgrat der Energieversorgung weltweit. Reserven gibt es genug, denn die weltweiten Erdöl- und Erdgasvorkommen waren noch nie so groß wie jetzt. Durch bessere Erkenntnisse über die Lagerstätten und modernste Technik ist es heute möglich, Lagerstätten zu nutzen, die bislang nicht wirtschaftlich förderbar waren. Ist man 1960 noch von 30 Milliarden Tonnen Erdölreserven und 38 Jahren Reichweite ausgegangen, so betragen die weltweit gesicherten Erdölreserven heute trotz stark gestiegenen Verbrauchs 234 Milliarden Tonnen bei 54 Jahren Reichweite.
Wertvolle Energie vor unserer Haustüre
Was den heimischen Energieverbrauch betrifft, so leisten die österreichischen Erdöl- und Erdgasvorkommen einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Etwa sieben Prozent des in Österreich benötigten Erdöls und 17 Prozent des Erdgases kommen aus heimischem Boden, was auch die Volkswirtschaft des Landes stärkt. Große Investitionen in Exploration, Produktion und die Speicherung von Erdöl und Erdgas leisten hier einen wichtigen Beitrag. Alleine in den letzten Jahren wurde von der RAG bei der Errichtung langfristiger Produktions- und Speicheranlagen ein Betrag von über einer Milliarde Euro in Österreich investiert. Damit stellt sich die RAG einer der größten Herausforderungen für die Zukunft, nämlich der Speicherbarkeit von Energie, die es zu optimieren gilt. Österreich ist aufgrund seiner hervorragenden geologischen Voraussetzungen dazu prädestiniert, in absehbarer Zeit zum Energiespeicherland Europas zu werden. Bereits jetzt verfügen wir gemessen am Verbrauch über die größten Erdgasspeichermöglichkeiten Europas, die in den nächsten Jahren noch ausgebaut werden.
EU-Energiestrategie: Klimapakt 20-20-20
Auch die EU sieht im Energiebereich eine der größten Herausforderungen für Europa. Der EU-Klimapakt 20-20-20 will das Energiesystem auf einen neuen, nachhaltigeren und sichereren Weg bringen. Neben der Senkung der Treibhausgasemissionen und der Verbesserung der Energieeffizienz ist vor allem der Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien ein wesentliches Ziel. Das klimafreundliche Erdgas wird dabei der wichtigste Partner sein.



